“Die erste sozial-ökologische Universalbank der Welt”

ist laut Eigenwerbung die GLS Bank (GLS steht für: Gemeinschaft für Leihen und Schenken; gegründet 1974). Die Wortwahl bedient sich geradeheraus im idealistischen Feinkostladen , der globale Anspruch scheint grell auf.  Idealismus und Bankgeschäft – findet hier endlich zusammen, was bislang für unmöglich gehalten wurde? Die teils gravierenden Ereignisse und Ergebnisse vor dem Hintergrund der Finanzkrise lassen kaum einen anderen Schulterschluss zu. Also: Müssen (hohe) ethische Ansprüche nicht endlich auch im ganz banalen Geldfluss berücksichtigt werden, frei von Gier, Neid und Vorteilssucht, von menschlichen Abgründen ganz allgemein? Und verlangt die Beschäftigung mit dem Thema nicht von uns allen, negative Auswüchse konkret zu benennen und nach Kräften gegenzusteuern? 

Die GLS Bank meint ja. Ihr aktueller Claim legt sich noch dazu fest auf die zielsichere Einschätzung: “Das macht Sinn.” Ethik und Moral können gut aufgehoben sein auch im Monetären, so ihre rigorose Überzeugung.  Deshalb dreht sich bei ihr alles um Bio und Öko, um regenerative Energiequellen, um Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit, um Gesundheit und Wohlgefühl, um alternative Medizin und – vorgeblich – progressive Ansätze auf wesentlichen Feldern menschlichen Bestrebens um eine bessere Welt. Dabei hält sie den Kreditdaumen drauf auf geschäftliche Vorhaben in der Bio-Branche und Projekte in der ökologischen Landwirtschaft; sie finanziert Photovoltaik, Windkraft und Biomasse. Selbstbestimmtes Wohnen ist ihr ebenso ein erklärtes Anliegen wie therapeutische Behinderteneinrichtungen. Eine Bank also, die wenig unversucht lässt, die Vertreibung des Menschen aus dem Paradies rückgängig zu machen. Jedenfalls jener Menschen, die sich die Rückfahrkarte einigermaßen leisten können und ein bißchen Garten Eden schon im eigenen Garten angesäet haben. Bio ist nämlich in der Regel immer ein bißchen teurer, und von der Energiewende profitieren die mit Photovoltaikzellen auf dem eigenen Dach ein wenig mehr. Und Schulgeld zu entrichten war sicher auch nicht unbedingt im Sinne des Erfinders eines kostenlosen Zugangs für seriöse Bildung für alle.


Im Kern: anthroposophisch

Über Bildung und darüber, wie sie zeitgemäß und menschenfreundlich erreicht werden kann, wird viel und lebhaft gestritten. Der Bildungsbegriff selbst wird dabei hin- und hergereicht zwischen den mutmaßlichen Antipoden Pragmatismus und Idealismus. Für die GLS Bank ist der Weg zu Wissen und Erkenntnis zweifelsohne idealistisch gepflastert: Freie Schulen und Kindergärten sind ihr besonderes Steckenpferd, hoch zu Ross vor allem die Waldorfpädagogik, somit die Waldorfschulen und -kindergärten bundesweit. Eine wichtige Erklärung dafür liefert sie selbst: “Als Bank, die aus der Notwendigkeit heraus gegründet wurde, eine Waldorfschule zu finanzieren, sind wir freien Bildungseinrichtungen besonders verbunden.” Eine Nähe, die nun schon seit bald 40 Jahren währt. Zeit genug also, um herausgefunden zu haben, um was diese “Notwendigkeit” sich vor allem dreht: Waldorfpädagogik ist ein originär anthroposophisches Bildungsmodell, ist sogenannte “Erziehungskunst” in spiritueller Dimension, ins Schul- und Vorschulleben gerufen von Rudolf Steiner (1861 – 1925), dem heute noch geläufigsten und am häufigstens zitierten Urheber und Verkünder okkult-esoterischen Gedankenguts. Und heute noch sind Waldorfschulen ideale Podien für Überbringer obskurer, weil zum Beispiel jenseitiger Botschaften, wie das aktuelle Beispiel Jana Haas, dem “neuen deutschen Engel-Medium“, an der Waldorfschule Rottweil zeigt. Ihre täglichen Engelbotschaften können lesend betrachtet werden im Engelmagazin – das interessierte Waldorfpersonal dagegen hat die Live-Möglichkeit, sich für einen Abend hinter den mühsam errungenen Erfolgen der Aufklärung zu verstecken. Und dabei die Gelegenheit, “energetisches Heilen” auszuprobieren, um damit das “vielschichtige Wirken der hohen Himmelswesen” ganz real nachempfinden zu können. Bleibt abzuwarten, was davon einfließt in die Beantwortung der Frage, “wie Spiritualität in der Erziehung und Pädagogik helfen kann”. Gemeint ist natürlich die Waldorfpädagogik auf der Grundlage okkult geschauter Einblicke Rudolf Steiners in die “Geistige Welt”; eine anthroposophische Welt, die sich ihren festen irrationalen Platz in der Waldorfwelt gesichert hat, egal, was ihr aus der Welt der Wissenschaft und aufgeklärten Vernunft rational entgegengehalten wird.  Wohlwollend flankiert von einer Bank, die Absichten wie diese längst integriert hat in ein Geschäftsmodell, dem sie selbst unterstellt: “Das macht Sinn.”

Die GLS Bank folgt dieser unwirklich anmutenden Ausdeutung, indem sie genuin esoterisch grundierte und motivierte Projekte vorantreibt, etikettiert und gepriesen als “Freie Schulen und Kindergärten”, die in ihrem Kern, ihren Grundlagen und ihrer methodisch-didaktischen Ausrichtung vor allem eines sind: anthroposophisch. Kein Unterrichtsfach an einer Waldorfschule, daß so klingt oder gar so heißt, aber: Steiner selbst wollte anthroposophische Inhalte durch die Hintertür, ein subtiles, unmerkliches Einwirken auf den gewöhnlichen Unterricht. Bis heute ist diese waldorftypische “Erziehungskunst” gängige Unterrichtspraxis, und ganz normal ist mittlerweile die Finanzierung derselben durch die GLS Bank geworden, die von wenigen Tausend Euro bis in den sechsstelligen Bereich hineinreicht. Zahlen, die stutzig machen, lässt man faktisch an sich ran, woher diese sogenannte “spirituelle”, diese “alternative” oder auch “Reformpädagogik ” rührt. Alfred Schirlbauer, Professor für Pädagogik an der Universität Wien, hat sich gegenüber ORF.at zur Verbreitung reformpädagogischer Ansätze mit Beginn des 20. Jahrhunderts geäußert: “Die Reformpädagogik hat wunderbar ins politische System dieser Zeit gepasst, leitete sie doch mit ihrer Huldigung irrationaler Pseudoprinzipien einen Bruch mit der Aufklärung ein.” Und weiter: “Anstelle der Erziehung trete die Entwicklung. Die Ratio, der Intellekt wird dergestalt durch die “Kraft” im Inneren, die sich zu entwickeln hat, ersetzt. Es ist zwar die Rede von einer übergeordneten Erziehung, Bildungsziele kommen darin aber nicht vor.” Für die Waldorfbewegung allein ein Grund, eine vorgebliche “Erfolgsgeschichte” zu konstruieren, für Schirlbauer Grund genug, ganz nüchtern hinzuschauen: “Aufgrund ihres Sprachduktus – und das ist das große, übergreifende Merkmal der Reformpädagogik -, der von Schlichtheit, Metaphorik und Anschaulichkeit geprägt war, weisen die reformpädagogischen Ansätze einen populären Grundzug auf, der bis heute fasziniert, da er von jedermann verstehbar ist und darüber hinaus esoterische Bedürfnisse zu befriedigen vermag.”
Millionenbeträge für den “Bruch mit der Aufklärung” und der “Befriedigung esoterischer Bedürfnisse” – nicht unbedingt das, was man hinter den strategischen Absichten einer Bank im 21. Jahrhundert vermutet.  Und ganz sicher nicht auf der Höhe einer Zeit, der kritische Aufklärung in so vielen Bereichen nottut, Pädagogik und Gesundheit gehören mithin zu den wichtigsten.


Nicht wissen, aber glauben

Bei diesen besonderen Zielvorgaben der Kreditvergabe stört auch nicht die gelegentliche Kritik an anthroposophischer Einflussnahme über eben diese Schulen, wie sie zuletzt außerordentlich deutlich wurde an dem Projekt der Hamburger Schulbehörde, Regel- und Waldorfschule zu einer gemeinsamen Schule zusammenzuführen. In den Leserkommentaren zum Artikel der SZ traut sich zum Beispiel ein User namens “Wum von Wegen” mitzuteilen: “Den Kindern wird eine völlig verquere Weltsicht beigebracht. Auch die anthroposophische Medizin ist eine Seuche für die Gesellschaft. Es ist schlimm, wie solcher Hokuspokus in Deutschland salonfähig gemacht wird.” Der Anteil der GLS Bank an dieser Entwicklung, ob nun “Hokuspokus” benannt, Esoterik, Aberglaube oder sonstwie, ist offensichtlich, ihre Geschäftspolitik besteht zu einem beträchtlichen Teil aus der offensiven Darstellung und expliziten Förderung pseudowissenschaftlicher Projekte. Woran der Kommentator abschließend anknüpft: “Natürlich werden wieder Steiner-Adepten aufschlagen und das alles verneinen. Aber Steiners Lehre ist schlichtweg völkischer Okkultismus und genauso weit weg von echter Wissenschaft wie Homöopathie, Bachblüten, Horoskope und anderer esoterischer Unsinn.” Abgesehen vielleicht von Horoskopen sind Homöpathie und “anderer esoterischer Unsinn” charakteristische ideologische Anlaufstellen für Mitglieder, Kunden und Symphatisanten der GLS Bank. Der ethische Höhenflug der GLS Bank erfährt offenbar auch keine Bremswirkung durch derlei “ganzheitlich” gedachte Angebote, die in okkult-esoterischer Hinsicht kaum Wünsche offen lassen. Von Steiner ist zwar keine angemessene Ausbildung zum Hellseher überliefert, aber auf Seiten wie diesen hätte er sich und seine Ansichten gewiss wiedergefunden.

Vielleicht sind es solche gewagten Darstellungen und Theoreme, die den User “Lutz Martin” zum selben Artikel auf die zugespitzte Aussage festlegen, “daß die Anthroposophie ein Wahnsystem sei.” Und mit den deutlichen Worten fortfährt: “Was auf ihr beruht, kann unmöglich rational, d.h. logisch konsistent und wissenschaftskompatibel sein. Für aufgeklärte, kritisch denkende und verantwortungsbewusste Menschen ist es eine Selbstverständlichkeit, Ihr JEDEN legalen Widerstand entgegenzusetzen, der sich mobilisieren läßt – selbst dann, wenn er nur wenig ausrichten kann.” Muss die GLS Bank demnach befürchten, aus ganz anderen Motiven, als sie zum Beispiel Attac und die Occupy-Bewegung in ihrem Kampf gegen das herrschende Banksystem herangezogen haben, ins Visier “kritisch denkender” Menschen zu geraten? Weil sie erkannt haben, daß die Förderung eines solchen verqueren, durchsichtig populistischen und letztlich gefährlich verstandesfeindlichen Menschenbildes auch auf politischer Ebene fruchtet?  Mit Folgen, die eigenständiges Denken offensichtlich fundamental zu verhindern trachten. Mit hanebüchenen Entwicklungen, denen am Anfang die unbändige Lust vorausging, zugunsten weltfremder, aber sympathischer Vorstellungen die Realität in wesentlichen Bereichen auszublenden. An diese verhängnisvolle Tradition, die sich in der Gegenwart zu einem lukrativen “weltlichen” Markt ausgeweitet hat, scheint die GLS Bank anzuknüpfen, und sie tut es offen und transparent. Jedenfalls, was ihre Kundenprojekte angeht – über ihre Hauptkapitalgeber schweigt sie sich seit vielen Jahren aus. Damit erhält der eifrig gepriesene Überlegenheitsfaktor Transparenz einen faden Beigeschmack, er verliert deutlich an Glaubwürdigkeit. Eine geschäftspolitische Charmeoffensive wie diese unter der Bedingung eines auch übersinnlich generierten Selbstbewusstseins “macht Sinn” vor allem dann, wenn nicht ausgerechnet die Eigentumsverhältnisse in einem dubiosen Licht erscheinen: “Ein Makel, der sich etwa seit der Jahrtausendwende parallel zur steigenden Beliebtheit der Bank auswuchs.”

Für das solitäre Selbstbewusstsein der GLS Bank dürfte sich dieser “Makel” nicht wirklich nachteilig auswirken. Zumal es sich bildet auf nicht wenigen recht unirdischen Wegen, wie sie im verlinkten “WAZ”-Artikel über Esoterik als Wirtschaftsfaktor treffend beschrieben sind: “Es ist bei weitem nicht nur das Einkuscheln in eine watteweiche Fantasy-Welt oder die Sehnsucht nach einer Art Wiederverzauberung der Welt, die Esoteriker umtreibt. Dahinter stehen oft knallharte egozentrische Bedürfnisse, wie etwa der Wunsch, etwas Besonderes im Universum zu sein oder zu den “Wissenden” zu gehören – und das drückt sich nicht selten in Show und Selbstinszenierung aus. Nicht zuletzt geht es auch um Machtfantasien, die aus der Vorstellung kommen, “verborgene” Geheimnisse anwenden zu können, natürlich zum persönlichen Vorteil und zum individuellen Wohlergehen.”
Für die “Wiederverzauberung der Welt” scheint die GLS Bank hervorragend gewappnet und aufgestellt, der faule Zauber der Anthroposophie, anthroposophischer “Heilkunst”, Esoterik, Homöopathie und vieler anderer trickreicher Anwendungen ist ihr dabei fest eingepflockter und suggestiver Wegweiser.


Türöffner für Esoterik

Als ethische Bank gelten für die GLS Bank selbstverständlich Ausschlusskriterienrelevant für das komplette Bankgeschäft. Dazu zählen unter anderem die Verletzung von Menschenrechten, Kinderarbeit, Atomenergie, Gentechnik in der Landwirtschaft, Rüstung und Pornografie. Bereiche also, die mindestens moralisch angreifbar sind, und die auch geeignet sein können, komplett abgelehnt zu werden. Die GLS Bank lässt also keinen Zweifel daran, wohin das von ihr ausgegebene Geld garantiert nicht fließt. Gleichzeitig aber scheut sie sich nicht offen darzustellen, wer von dem ihr anvertrauten Geld profitiert. Und genau hierin tut sich ein gravierender Widerspruch auf, wie er auch in einem diesen Umstand explizit berücksichtigenden Blog-Kommentar zur Sprache kommt: “Es geht aber darum, was ich mit meinem Geld unterstütze/ermögliche. Und ich möchte weder eine Welt mit Waffen noch eine Welt mit Kindern, die mit esoterischen Lehren verdorben werden.” Kontroverse Wirtschaftspraktiken sind ebenfalls ein Ausschlusskriterium – warum nur werden dann an mindestens so kontroverse esoterische Praktiken nicht die selben entscheidenden Maßstäbe angesetzt?

Über die zwingenden Folgen dieser mutwilligen Inkonsequenz muss man sich natürlich im Klaren sein:

Mit dem anhaltenden und dabei entschiedenen Bekenntnis zu anthroposophischen Vorhaben im Bildungssektor oder vergleichbarem “Hokuspokus” im Gesundheitsbereich avanciert die GLS Bank zunehmend zum institutionellen Türöffner für anti- und pseudowissenschaftliches Denken und Handeln: Für die Waldorfpädagogik auf Grundlage der SteinerschenMenschenkunde“, im Landbau nach Vorgabe seinerGeisteswissenschaftlichen Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft” (“verwirklicht” bei Demeter), in der Medizin mit “anthroposophisch erweiterter Heilkunst“. Homöopathie nimmt hierbei einen breiten Raum ein, basiert sie doch auf einem ebenfalls mystisch-irrational unterstelltem Wirkungsverhalten. Und ist doch eine “alternative” Therapieform, die bei Anwendung wissenschaftlicher Kriterien als längst widerlegt gelten darf, deren Anhänger aber wie im Fieberwahn auf die geheimnisvolle Heilkraft homöopathisch potenzierter Wässerchen und Kügelchen schwören. Der HNO-Arzt Dr. Vahle aus Paderborn findet auf seiner Website klare, offene und kompetente Worte für diesen scheintherapeutischen Rückfall hinter die gesundheitliche Aufklärung. Er kommt zu einem unmissverständlichem Fazit: “Sehen Sie, was ich sehe? Eine geschlossene Gruppe von Jüngern, die sich um einen Guru (Hahnemann) scharen, ihre eigene Sprache verwenden, selbstgemachte Regeln für eine selbstgemachte “Wissenschaft”, selbstgemachte Regeln für den Umgang untereinander und mit außenstehenden Kritikern. Richtig: es ist eine Sekte!”

Carla Bregenzer, die sektenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg, warnt vor Einflußnahme auf diesem sehr speziellen Niveau: “Der Gesundheitsbereich wird immer mehr von Sekten und Psychogruppen unterwandert, und immer mehr Gutgläubige werden Opfer dieser Unterwanderungsstrategie.”  Die Analyse von Dr. Vahle kommt im Fall der Homöopathie zu einem eindeutigen Ergebnis – müssen die Homöopathen demnach einer der inkriminierten Gruppen zugeordnet werden?
Die GLS Bank jedenfalls ficht das nicht an, sie steht fest auf der Seite der unerschrockenen Verehrer Samuel Hahnemanns, im medizintheoretischen Verbund mit Rudolf Steiner: “Ergänzende medizinische Ansätze wie Homöopathie oder anthroposophische Medizin und ein ganzheitliches Menschenbild haben ihren Platz neben der Schulmedizin und ihren Behandlungsmethoden.” Im Kuhstall aber auch: Der Demeter-Betrieb Hof Klostersee im Schleswig-Holsteinischen Cismar erlaubt sich für die Gesundung seines Viehbestandes den Rückgriff auf ein “traditionelles medizinisches Konzept”: “Krankheiten unserer Kühe behandeln wir homöopathisch.”


Nachhaltigkeit als Projekt zwischen Himmel und Erde

Selbst dezidiert begründete Ausführungen über die “falschen Versprechen einer falschen Wissenschaft”, die Homöopathie als Pseudowissenschaft entlarven, dürften einen Demeter-Bauern nicht wirklich verunsichern. Ein wenig ratlos macht dagegen die Auszeichnung der GLS Bank mit dem “Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2012” womit sie zumindest im vergangenen Jahr als “Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen” gelten durfte.  Hilfreich ist es allerdings zu wissen, daß es sich bei dieser Preisvergabe um eine privatwirtschaftliche Veranstaltung handelt, die offiziell-staatlichen Charakter suggeriert. Ein Umstand, der dazu führen kann, daß Unternehmen berücksichtigt werden, die berechtigten Anlass zur Kritik geben. Und damit Anlass zu Überschriften wie diesen: “Wie Unilevers Expansionskurs schöngeredet wird.” Vielleicht ist es ein Manko der Privatwirtschaft, daß sie mitunter Kriterien anlegt, die dem Eigennutz ein klein wenig Auftrieb geben. Was dann auch dazu führen kann, daß man sich Sponsoren mit ins nachhaltig schaukelnde Boot holt, die geeignet sind, dem selbstgestellten Motto von der Nachhaltigkeit nachhaltigen Schaden zuzufügen. Oder gleich Unternehmen auszeichnet, die den gefeierten Begriff imstande sind, kraft widersinniger Vorhaben weitestgehend ad absurdum zu führen. Eine Erklärung solcher dubiosen Vorgänge liegt vielleicht darin, daß eigenverantwortlich gemachte Angaben der sich bewerbenden Unternehmen zu durchaus relevanten Lücken bei der abschließenden Beurteilung führen können. Das wiederum würde erklären, daß die Jury bei der Vergabe des Preises 2012 an die GLS Bank die Bezeichnung von den “freien Schulen und Kindergärten” nicht weiter inhaltlich ausführen wollte… oder konnte. Und ob die Homöopathie und anderweitiger “Hokuspokus” aus eigenem Antrieb auch nur ansatzweise mit hineingenommen wurde ins wettbewerberelevante “Nachhaltigkeitsengagement” der GLS Bank, das kann an dieser Stelle nur vermutet werden.  Angereichert um eine gesundheitliche Dimension von Zauberei und Illusion des “ganzen Zirkus“, kann sich das stolze Nachhaltigkeits-Gebäude überraschend schnell als eine zu Unrecht in Besitz genommene feudale Festung entpuppen. Als ideologisch borniertes Gefäß sogar, in das zufällig und unbeabsichtigt eingeschlossen wird, worauf wir besser unseren Anspruch aufrechterhalten sollten: “Das politische Konzept der Nachhaltigkeit ist fortschrittsfeindlich und undemokratisch.” Behauptet und erörtert das “Magazin für politische Kultur”, Cicero, in seiner Online-Ausgabe vom 21. Juli 2013 unter der Überschrift “Das Fehlkonzept Nachhaltigkeit“.

Positiv nachhaltig kann die offensichtliche Unterstützung einer “sektiererisch” geprägten Pseudotherapie, die keinerlei wissenschaftliches Ansehen genießt, nicht sein. Und dasselbe gilt für die Anthroposophie: Wie nachhaltig könnte ein Unternehmen sein, daß in erheblichem Maß auf esoterisch-magisch initiierte und generierte Produkte und Dienstleistungen setzt, die als solche auf Anhieb nicht erkennbar sein wollen? Nachhaltigkeit als Auszeichnung für die Botschaft, daß es – frei nach Shakespeare – mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als sich die Schulweisheit (ersatzweise die “Schulmedizin”) träumen lässt?  Sympathie für ausholende idealistische Konzepte, einen diffusen Hang zu Glaubenssystemen anstelle realistischer Wissensvermittlung ist das eine – eine trag- und diskursfähige Grundlage für einen Preis, der sich Nachhaltigkeit zumindest auf sein Marketing-Schild geschrieben hat, ist das nicht.  Zumal die Förderung regenerativer Energien, die einen Finanzierungsanteil von  26,6 % am Gesamtkreditvolumen in Höhe von 1.122,5 Millionen Euro (Stand: 31.12.2011) ausmacht, nur ein Stützpfeiler ist. Ökologie (darin die erneuerbaren Energien), ökologische Landwirtschaft, die Bio-Branche und andere Unternehmen sind mit insgesamt 41,4 % im Nachhaltigkeitsbericht 2011 eingestellt,  Soziales und Bildung mit insgesamt 40,1 %. Darunter sind die “Freien Schulen und Kindergärten” mit 13,8 % angegeben, was sich im selben Bericht so liest: “Mit rund 155 Millionen Euro bilden vor allem freie Schulen und Kindergärten den Schwerpunkt des Engagements im sozialen Bereich. Damit leistet die GLS Bank im wachsenden Umfeld der Freien und Alternativpädagogik einen wertvollen sozialen Beitrag.” Die weit überwiegende, nahezu geschlossen einkommensstarke Klientel dieser Pädagogik – Initiatoren wie Nutznießer – freuen sich natürlich ob solcher gewissensbereinigender Beurteilung samt realistischer Einordnung in den Ethikkanon der deutschen Gesellschaft. Bloß: Sowieso und allüberall vorhandene soziale Spaltungstendenzen bereits frühzeitig in Schulform nachdrücklich wirksam werden zu lassen, leistet weder einen “wertvollen sozialen” noch “sinnvollen” Beitrag. Innerhalb der anhaltenden Auseinandersetzung (Stand: April 2013) um ein Waldorfschulprojekt in München werden auch deshalb genau diese Stimmen laut, die diesen Aspekt angemessen hervorheben: “Als Resultat ist festzuhalten, dass wir auch hier in eine “Zwei-Klassen-Gesellschaft” hineinschlittern. Die sich leider immer weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich ist auch bei diesem so wichtigem Thema der schulischen Ausbildung festzumachen!” Diese für eine Gesellschaft mit ausgeprägtem Gerechtigkeitsinteresse insgesamt gefährliche Entwicklung als dennoch positiven Aspekt im Bildungsbereich darzustellen, ist eine große Kunst – oder um es mit Waldorfworten zu sagen: “Erziehungskunst”.


Erlösungsversprechen mit Bio-Siegel

Vergleichbare Feststellungen, um quasi-religiöse Elemente ergänzt, lassen sich auch auf die boomende Bio-Branche übertragen, weiterer Stützpfeiler im ideologischen Selbstverständnis der GLS Bank. In seiner SPIEGEL-ONLINE-Kolumne vom 20.12.2012 glossiert der Redakteur und Sachbuchautor Jan Fleischhauer: “Wer Zweifel hat an der religiösen Dimension des modernen Umweltbewusstseins, muss einen Jünger des biologischen Glaubens nur einmal bei der Zubereitung seines Frühstücks beobachten. Richtig vollzogen, nimmt diese rituelle Handlung leicht eine halbe Stunde ein. Das beginnt mit dem Ei, bei dem zu wählen ist, ob es aus Bodenhaltung oder Freigehege stammt. Der Saft kann nicht von irgendwelchen Orangen kommen, sondern nur aus fair gepressten.” Respekt zollt er dabei ganz anderen: “Den Autoren Maxeiner und Miersch gebührt das Verdienst, zum ersten Mal auf den Glaubenscharakter der ökologischen Welt hingewiesen zu haben. Wer wie die beiden auf die religiösen Untertöne achtet, erkennt viele Parallelen. Das ewige Leben findet in der unablässigen Recycling-Schleife seine Entsprechung, die Buße erfolgt in Form des Dosenpfandes, und anstelle des Abendmahls festigen Lichterkette und Sitzblockade die Gemeinschaft der Gläubigen.” Für die nötige moralische Trennschärfe scheint Bio ebenfalls bestens geeignet: “Auch das Nahrungstabu, das rein und unrein trennt, hat in dieser Welt selbstverständlich einen zentralen Platz: “Bio” ist so gesehen nichts anderes als “koscher”. “Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis, daß gentechnikfreie Lebensmittel, oder solche, die nach den Richtlinien der Ökoverbände erzeugt wurden, gesünder oder nahrhafter seien. Erlösung verspricht einzig der `ökologische Kreislauf`, der die individuelle Vergänglichkeit in den ewigen Zirkel der Natur transzendiert.”

Der rote Faden zu Esoterik und Glaube ganz allgemein ist spätestens in diesem Kontext wieder aufgenommen, aus diesem pseudowissenschaftlich zusammengeschweißten Kreis bricht so schnell kein Anhänger der genannten Glaubensrichtungen aus – kein Homöopath, kein Waldorfverfechter, keiner, der Bio mit “ganzheitlichem” Heilsversprechen gleichsetzt. Die GLS Bank geht mit all dem dennoch in die PR-Offensive, pocht auf essentielle Aspekte von Nachhaltigkeit und sonst nichts: “Wir finanzieren ausschließlich Projekte, die zu einer nachhaltigen Entwicklung und damit zu einer Steigerung des Gemeinwohls beitragen.”, heißt es ebenfalls im Nachhaltigkeitsbericht von 2011.
In Anbetracht der vielen und facettenreichen Konflikte beim Umgang mit Pseudotherapien, esoterischen Überzeugungen und anthroposophischen Einrichtungen wie insbesondere Waldorfschulen eine mehr als gewagte Feststellung. Die “Steigerung des Gemeinwohls” lässt sich eher nicht erzielen, indem gedacht und gehandelt wird im Geist der Gegenaufklärung (bei Demeter nicht nur ein “sektiererischer Kult”,  sondern auch ganz nah dran an nationalsozialistisch deklarierter Zweckbestimmung), der wahrhaftiger Fortschritt immer schon ein Stachel im dogmatischen Fleisch war. Und mit der schnörkellosen Schöpfung einer romantischen, romantisierenden Gegenwelt, in der sich ein gut situiertes Bürgertum “nachhaltig” niederlassen will, gelingt die Ausklammerung großer Teile der menschlichen Realität, die man am ehesten noch über Zuwendungen und Schenkungen für soziale und ökologische Zwecke wahrzunehmen glaubt. Und natürlich gibt es eigens dafür geschaffene Unternehmen, die den Rückweg ins verloren geglaubte Paradies ebnen. Anthroposophisch geprägte Firmen wie Wala drängen sich für diese Reise auf, ihre Marke Dr. Hauschka nimmt auch den Umweg über bekennende Hollywoodstars auf. In Deutschland und der Schweiz ist es vor allem Weleda, daß die geheimnisvolle Fährte zu den hiesigen metaphysischen Sehnsuchtsorten aufgenommen hat. Mit dem ab Mai 2013 neuem Unternehmensmagazin “für den ganzheitlichen Lebensstil”, Titel: “Werde“, holt die alte anthroposophische Garde der deutschen Romantik zum neuesten publizistischen Gegenschlag aus: “Über die tiefe Verbundenheit von Mensch und Natur, über wundervolle Orte der Welt, über die Träume des Lebens, über das Verändern, über das Werden.”  Zweimal im Jahr, mit einer Auflage von knapp 90.000 Exemplaren, darf geblättert werden in Seiten, die unterm Strich die eine entscheidende Botschaft vermitteln: Realität ist Ansichtssache. Und weil wir für eine zumal zahlungskräftige Kundschaft die bessere anzubieten haben, müssen wir auf der Überlegenheit unserer Argumente und Darstellungen bestehen. Wie gesagt, für die Zusammensetzung des Realität kommt es auf jeden Einzelnen an…


Ganz, ganzheitlich, ganz schön rechts

Das noch von Steiner selbst mitgegründete Heilmittel- und Naturkosmetikunternehmen Weleda erfährt gezielte Hilfe durch die 1998 und 2006 aufgelegten Beteiligungsfonds. Aber auch einzelne Überzeugte, die als Heilpraktiker die – fast schon Standardreportoire – “klassische Homöopathie” über den grünen Klee loben, finden bei der GLS Bank ideologische und finanzielle Rückendeckung. Einen zunächst wohlklingenden Aspekt stellt sie dabei fast schon penetrant heraus: den sogenannten ganzheitlichen Ansatz – ganzheitlich gehört neben nachhaltig zu jenen wiederholt verwendeten Bezeichnungen (selbst die Beratung wird ganzheitlich durchgeführt), mit denen die GLS Bank vorausschauendes, letztlich überlegenes Denken auch im Gesundheitsbereich demonstrieren will. Was in Worten wie diesen sichtbar wird: “Als GLS Bank finanzieren wir viele neue, ganzheitliche Gesundheitseinrichtungen und -produkte.” Und: “Wir legen besonderen Wert auf ein ganzheitliches Verständnis des Menschen als körperliches, geistiges und seelisches Wesen.”

Mit dieser Einstellung ist man natürlich nicht allein, schon gar nicht im pseudowissenschaftlichen Millieu. Wird gleiches oder ähnliches also auch von fachlich geschulten Repräsentanten der “Holistischen Kinesiologie” ausgewalzt, dann wird sich die GLS Bank sicher etwas dabei gedacht haben. Das hat aber auch die Salzburger Psychologin Dr. Maria Wölflingseder getan, ganz ohne dick aufgetragenem Pathos. In der Ausgabe 418 vom 24.09.1998 der Zeitung “Analyse & Kritik” fühlt sie diesem Begriff ohne falsche Scheu auf den Zahn: “Eine der weitverbreitesten Esoterik-Ideologien – auch in linker Wissenschaft – ist die der Ganzheitlichkeit. Die Widersprüche, dem das moderne Individuum ausgesetzt ist, sollen “ganzheitlich” geheilt werden. Die “Fragmentierung” des modernen Individuums, der Spezialisierung der Wissenschaft, den symptomzentrierten Methoden in der Medizin soll “Ganzheitlichkeit” entgegengesetzt werden. Ganzheitlichkeit wird als noch umfassenderes Allheilmittel/Zaubermittel gehandelt als Spiritualität oder Weiblichkeit. Ein neues, ganzheitliches Weltbild soll das alte mechanistisch-rationale, daß die Ursache alles Bösen in der Welt darstellt, ablösen und so Sinn und Heil stiften.” Diesen samtweichen Vorhang zu lüften bereitet offensichtlich große Probleme, wie Maria Wölflingseder mit Verweis auf die erwartbare Verdunkelung des angepeilten Erwartungshorizonts darlegt: “Nach philosophischen und historischen Gründen fragt niemand. Das würde die gesuchte Harmonie stören. Mit eiserner Konsequenz wird auf jegliches Definieren, Herleiten oder Hinterfragen dieses Begriffs verzichtet. … Vor allem auch “die Liebe”, “das Weibliche” oder die Spiritualität sollen nunmehr zu wissenschaftlichen Kategorien bzw. in die Wissenschaft integriert werden. Wie im Biologismus versucht wird, das Ideologische wissenschaftlich zu stylen, so wird auch versucht, den Begriff “Ganzheitlichkeit” zu verwissenschaftlichen.”

Die geschichtliche Relevanz dieses Begriffs ist tatsächlich geeignet, die “gesuchte Harmonie” zu trüben. Nur schwer lässt sich beurteilen, inwieweit die GLS Bank diesen schwerwiegenden Aspekt bei der ungestümen Weiterverbreitung der diffus-mystisch  überstrahlenden Vokabel “Ganzheitlichkeit” berücksichtigt hat. Aber vielleicht bedingen sich Ideale und Naivität gegenseitig, vielleicht ist keine Macht größer als die des menschlichen Wunschdenkens, was so manche Herangehensweise merkwürdig unreflektiert erscheinen lässt. Hierzu zählt auch die an diesen von der GLS Bank und ihrem sozialen Umfeld so verschwenderisch eingesetzten Begriff.  Einer, der ein quasi übermenschliches, um nicht zu sagen: überirdisches Verständnis angeblich unauflöslicher Zusammenhänge verspricht. Das seine historische Verwendung (noch im Gegensatz zum primär unpolitischen, weil wissenschaftlich verstandenen Kontext seines Schöpfers Jan Christiaan Smuts) einen zutiefst unmenschlichen Ansatz enthält, der sich gerade in medizinischer Hinsicht grotesk aufbläht, wird unterschlagen. Es fällt unter den mit Sehnsuchtsprodukten aller Art reich gedeckten Tisch, von dem freiwillig aufzustehen kaum jemand bereit ist. Und somit gerät die Tatsache der  rechtsextremen Reputation dieses Begriffs aus dem hartnäckig verklärten Blickfeld. Wegbereiter hierfür waren im Dritten Reich fanatisch bekennende Nationalsozialisten wie zum Beispiel der Politiker, Philosoph und Pädagoge Friedrich Alfred Beck, der neben vielen anderen einschlägigen Werken einen Buchtitel veröffentlichte, der diesen Begriff seiner übergeordneten Bestimmung zuführt: “Idee und Wirklichkeit: Der Nationalsozialismus als ganzheitliche Einheit von Geist und Leben.” Und gleich einen kompletten rechtsextremen, dezidiert antisemitischen Verlag verführt dieser Begriff noch in jüngster Zeit zur geschichtsbewussten Namensgebung: “Verlag für Ganzheitliche Forschung und Kultur”.

Ganzheitlichkeitein brandgefährliches, weil bis in die Gegenwart von rechter Ideologie und (brauner) Esoterik vereinnahmtes Wortgebilde.  Ein manipulativ ausdeutbares Wortungetüm, dem die Esoterik hinterherjagt, um dann ganz unaufgeregt mit Rechts gleichzuziehen. Was nicht nur Roman Schwenk, den Leiter der steirischen Sekten-Service-Stelle zu einer Feststellung nötigt, die längst von allen kritischen Beobachtern der Szene geteilt wird: “Die Esoterik ist ein Einfallstor für den Rechtsextremismus.”
Körper, Seele und Geist analog zu Volk, Reich und Führer mag auf den ersten Blick befremdlich und weit hergeholt wirken – bei zweiter und weitergehender analytischer Betrachtung ist das Erschrecken groß darüber, wie aus einem konstruierten Zusammenhang ein totalitäres, einander auf Gedeih und Verderb angewiesenes Beziehungsgeflecht erwächst. Ob ganz Mensch oder ganz Untertan, der Begriff fordert seinen Tribut. Der vor über 10 Jahren verstorbene Kabarettist Matthias Beltz merkte ebenfalls einmal an, daß “ganzheitlich” das deutsche Wort für “totalitär” sei. Beltz galt als äußerst scharfzüngig, mit einem unbestechlichen, scharfen Verstand – wollte er sich deshalb für keine andere Übersetzung entscheiden? Und waren es vor allem in der jüngeren deutschen Geschichte entwickelte Überzeugungen, die eine andere kaum zuließen, wegen Aussagen wie dieser: “Im nationalsozialistischen Sinn war der Gedanke der Naturheilkunde, die einen eher ganzheitlichen Zugang zur Medizin propagierte, nahezu ideal, um sich im nationalsozialistischen Sinne weiterentwickeln zu lassen.”

Es wurde zur Zweckformulierung einer nationalsozialistischen Auffassung von Gesundheit, insbesondere von: Volksgesundheit. Das große Ganze, daß das ideologisch eingeforderte Abstraktum “Volkskörper” in den Mittelpunkt stellte, war hierbei von herausragendem medizinischen Interesse. … Fortsetzung folgt!